Ferienzeit. Für viele die Gelegenheit, Urlaub zu nehmen und mit der Familie die  Sonne im Süden zu tanken oder den Schnee in den Bergen zu genießen.

Nicht selten passiert es dabei, dass sich die Urlaubsunterkunft nicht als das herausstellt, was es im Katalog des Herstellers versprochen hat. Sei es der geschlossene Pool, die Baustelle nebenan oder nur Ungeziefer im Zimmer.

Wichtig ist es, dass man sich bei sogenannten Reisemängeln gleich richtig verhält, um diese dann später dem Reiseveranstalter gegenüber geltend zu machen. Sollten Sie also in Ihrem Feriendomicil einen Mangel feststellen, so ist es zunächst bedeutend, dass Sie den Reiseleiter vor Ort unverzüglich auf den oder die Mängel hinweisen und um Abhilfe bitten. Ferner sollten Sie sich die Geltendmachung der Mängel vor Ort schriftlich durch die Reiseleitung bestätigen lassen. Ist ein Reiseleiter nicht vor Ort, so wenden Sie sich per Mail oder per Fax an Ihren Reiseveranstalter. Nur falls überhaupt keine Möglichkeit der Kontaktaufnahme besteht, können Sie sich auch an die Rezeption Ihrer Unterkunft wenden und sich dort die Geltendmachung der Mängel bestätigen lassen.

Egal, wen Sie kontaktieren, wichtig ist, dass Sie eine im Verhältnis zur Schwere des Mangels angemessene Frist zur Beseitigung setzen. Wenn der Mangel später gegenüber dem Veranstalter mit dem Ziel einer Minderung des Reisepreises geltend gemacht wird, so ist zu beachten, dass der Anspruchsteller beweisbelastet für das Vorliegen der Mängel ist. Daher ist es wichtig, dass Sie die Mängel dokumentieren. Hierzu eignen sich zum einen Foto- und Videoaufzeichnungen. Sollte es sich bspw. um Lärmbelästigungen handeln, so empfiehlt es sich, ein Lärmprotokoll zu führen, in dem Ort, Zeit und Intensität des Lärms notiert werden. Außerdem ist es hilfreich, wenn es Zeugen für das Vorliegen der Mängel gibt. Hierzu können Sie bspw. Mitreisende ansprechen, ob diese als Zeugen zur Verfügung stünden.

Schließlich sei noch auf die Ausschlussfrist hingewiesen, die der Gesetzgeber der Verjährung im Reiserecht vorgeschaltet hat. Gemäß dieser Ausschlussfrist sind die Ansprüche binnen eines Monats nach vertraglich vorgesehenem Reiseende an den Veranstalter zu stellen.

Aufgrund der Komplexität empfiehlt es sich, juristisch versierten Beistand zurate zu ziehen. Wir beraten Sie gerne und stehen Ihnen zur Durchsetzung Ihrer Rechte auch bei Problemen mit dem Reisegepäck oder bei der An- und Abreise zur Seite.