Der letzte Wille

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Die Deutschen sind ein Volk von Erben. Nahezu jeder dritte Bundesbürger hat mindestens einmal geerbt. Weitere 23 Prozent gehen von einer künftigen Erbschaft aus, die schon in den kommenden 20 bis 30 Jahren erwartet wird. Dies sind die Kernergebnisse einer 2011 veröffentlichten Allensbach-Studie im Auftrag der Postbank zum Thema Erbschaften in Deutschland.

Leider hat die Studie auch ans Tageslicht gebracht, dass über die Hälfte aller Testamente formal oder inhaltlich Fehler aufweisen. Die Folge: Statt der beabsichtigten Erbfolge tritt die gesetzliche ein. Vater Staat regelt nun, wer den Nachlass erhält! Um das zu vermeiden, gilt es zu wissen:

In Deutschland darf ein Testament handschriftlich erstellt werden, das heißt, das Testament muss mit der Hand selbst geschrieben und unterschrieben werden. Auch Eheleute können ein gemeinsames handschriftliches Testament machen, indem der eine das Testament mit der Hand schreibt und beide Ehegatten das Testament unterschreiben. Sinnvoll ist es, wenn man „Testament” als Überschrift wählt und mit der Unterschrift das Datum festhält.

Im Testament kann man festlegen, wer Erbe werden soll oder wer nicht, man kann bestimmte Gegenstände verteilen, Vor- und Nacherben einsetzen oder Schlusserben, man kann Bedingungen und Auflagen erteilen und und und.

Wer sich nicht sicher ist, ob er alles richtig macht, sollte jemanden fragen, der sich fachlich damit auskennt. Man kann z. B. ein Testament vom Notar beurkunden lassen. Aber auch der seit vielen Jahren auf diesem Gebiet kundige Rechtsanwalt kann sagen, ob das Testament richtig oder falsch aufgesetzt ist. Besonderes Augenmerk ist also darauf zu richten, eine in diesem Rechtsbereich erfahrene Anwaltskanzlei aufzusuchen.

Eine genauso spannende Frage ist, was man mit dem Testament anfängt, wenn man es geschrieben hat. Viele Testamente werden nicht gefunden. Das ist nicht selten dann der Fall, wenn derjenige das Testament zuerst findet, der sich im Testament nicht wiederfindet. Also was tun? Das Testament kann relativ günstig beim zuständigen Nachlassgericht hinterlegt werden, dann geht es nicht verloren. Mit der Sicherheit, sein Testament zuvor auf Richtigkeit geprüft zu haben, erfolgt die Hinterlegung mit dem guten Gefühl, dass auch nur die erben, die Erben sein sollen.

Hier geht´s zum Artikel: http://www.anwalt.de/rechtstipps/der-letzte-wille_025983.html

Von |2017-06-20T15:30:45+00:003. Mai 2012|

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